Hamburg zu Gast im RichardZ

Azubi Paul präsentiert sein ganz persönliches Menü

Im Richardz wurde es norddeutsch: Unser Auzubi Paul Meichsner bringt ein Stück Hamburger Heimat mit ins Schwabenland und hat sein ganz persönliches Menü entwickelt – inspiriert von seiner Heimat Hamburg.

Geboren und aufgewachsen im Norden, ist die norddeutsche Küche für ihn weit mehr als nur Kulinarik:
„Die norddeutsche Küche ist mein Wohlfühlessen – und genau dieses Gefühl möchte ich ins Schwabenland bringen. Hummer- und Fischsuppe sind unsere Flädlesuppe, Pannfisch ist unser Rostbraten und Rote Grütze gab es bei Oma einfach immer.

Mit viel Persönlichkeit und handwerklichem Anspruch hat Paul ein Menü zusammengestellt, das seine Wurzeln widerspiegelt und gleichzeitig modern interpretiert ist.

Den Auftakt machte eine kräftige Hummersuppe, begleitet von Nordseekrabben auf Pumpernickel – eine Hommage an die Küche rund um Hafen und Fischmarkt.

Im Hauptgang konnten die Gäste zwischen zwei norddeutschen Klassikern wählen:
Zum einen Hamburger Pannfisch mit Senfsauce, Bratkartoffeln und Gurkensalat, ein traditionelles Gericht, das für Paul den gleichen Stellenwert hat wie der Rostbraten im Süden.
Alternativ wurde „Birnen, Bohnen, Speck“ neu interpretiert – mit zartem Schweinerücken, Kartoffel-Birnen-Püree, Prinzessbohnen im Speckmantel, gebratenen Birnenspalten und Speckschaum.

Den süßen Abschluss bildete ein echter Klassiker:
Rote Grütze mit Franzbrötcheneis und frisch gebackenem Franzbrötchen – ein Dessert, das für Paul untrennbar mit Kindheitserinnerungen verbunden ist.

Doch nicht nur das Menü erzählt seine Geschichte, sondern auch sein Weg in die Küche:
Vor seiner Ausbildung hat Paul studiert und in einer Innenausbaufirma gearbeitet. Trotz spannender Stationen wuchs in ihm immer mehr der Wunsch, zu kochen – eine Entscheidung, die er heute als eine seiner besten bezeichnet.

Warum es ihn ausgerechnet aus Hamburg nach Asperg verschlagen hat, erklärt er so:
Das FHG-Programm bietet ihm als Auszubildendem eine besondere Möglichkeit, unterschiedlichste gastronomische Konzepte kennenzulernen. Die Nähe zu den verschiedenen Betrieben – von Sterneküche bis Biergarten – eröffnet ihm ein breites Spektrum an Erfahrungen.

Auch wenn Norddeutsche oft als wortkarg gelten und ein kurzer Klönschnack meist ausreicht, trifft das auf Paul nicht ganz zu. Trotzdem hat es ihn schon immer eher in die Küche gezogen als ins Wohnzimmer aufs Sofa zu den Gästen – nicht wegen der Gäste, sondern wegen seiner Leidenschaft fürs Kochen.

Mit seinem ersten eigenen Menü hat er eindrucksvoll gezeigt, wie sich Heimat, Handwerk und persönliche Geschichte auf dem Teller vereinen lassen.

Ein Stück Hamburg – mitten im Schwabenland.